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Prämenstruelles Syndrom, die Ursachen

Prämenstruelles Syndrom (PMS) – Ursachen und Anzeichen


ICD-Codes:N94Was ist der ICD-Code?


Prämenstruelles Syndrom – Monatliche Beschwerden bei Frauen

Der Begriff Prämenstruelles Syndrom, der kurz auch als PMS bezeichnet wird, bedeutet im Grunde genommen nichts anderes, als regelmäßig auftretende Regelbeschwerden, die äußerst komplex sein können. Beinahe die Hälfte aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter PMS, wobei Frauen über 30 meist häufiger und stärker betroffen sind. Nach der Menopause hört auch das PMS auf, das zwischen 4 Tagen und 2 Wochen jeweils vor der Regelblutung auftreten kann.

Auf einen Blick: Das Wichtigste in Kürze

Der Begriff Prämenstruelles Syndrom, der kurz auch als PMS bezeichnet wird, beschreibt regelmäßige Regelbeschwerden.
Die Symptome bei PMS können sehr unterschiedlich sein, wobei es sowohl körperliche Beschwerden, als auch seelische gibt.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten die seelischen und körperlichen Beschwerden bei PMS zu lindern oder auch ganz zu kurieren.

Welche Symptome werden durch das Prämenstruelle Syndrom ausgelöst?

Die Symptome bei PMS können sehr unterschiedlich sein, wobei es sowohl körperliche Beschwerden, als auch seelische gibt. Außerdem ist auch die Stärke unterschiedlich ausgeprägt. Frauen, die unter einer leichten Form von PMS leiden, können dabei ihre Leiden meist durch Medikamente lindern oder finden sie erträglich. Frauen die stark betroffen sind, sind oftmals während der gesamten Zeit, in der sie Beschwerden haben, nicht in der Lage, einen normalen Alltag zu haben, arbeiten zu gehen und derlei mehr.

Die körperlichen Symptome bei PMS sind zum Beispiel:

  • Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen
  • Hautveränderungen
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Übelkeit und Probleme mit dem Kreislauf
  • Magen- Darmbeschwerden
  • Krämpfe im Unterbrauch
  • Schmerzen im Kopf und im Rücken
  • Heißhunger oder keinen Appetit
  • Spannungsschmerzen in der Brust
  • Empfindlich gegen optische und akustische Reiz
  • Migräne
  • Schmerzen im Bereich der Geschlechtsorgane

Die seelischen Symptome von PMS können zum Beispiel sein:

  • Stimmungsschwankungen
  • Antriebslosigkeit
  • Hyperaktivität oder Ruhelosigkeit
  • Depressionen
  • Angstzustände
  • Reizbarkeit
  • Aggressivität
  • Grundloses Weinen oder Lachen
  • Vermindertes Selbstwertgefühl
  • Heißhungerattacken

Gegen einige dieser Symptome, insbesondere gegen die Schmerzen, gibt es spezielle Medikamente für Frauen. Auch gegen die seelischen Symptome kann man bedingt etwas unternehmen, allerdings ist es nicht immer ganz einfach, da es manchmal auch vorkommt, dass andere Symptome die unterdrückten ablösen.

Uneindeutige Ursachen: Wodurch entsteht das Prämenstruelle Syndrom?

Die Ursachen von PMS sind bis heute noch nicht ganz eindeutig geklärt, allerdings besteht offensichtlich ein Zusammenhang mit der zweiten Zyklushälfte nach dem Eisprung und der Regelblutung, denn wenn man diesen Teil des Zyklus unterdrückt, dann kommt es auch nicht zu den Beschwerden durch PMS. Es wird vermutet, dass bestimmte Hormone, die in diesem Teil des Zyklus entstehen, die Auslöser verschiedener Symptome von PMS sind. Außerdem gibt es aber auch Parallelen in der Ernährung und der Lebensweise der Betroffenen, die PMS offensichtlich auch noch begünstigen können.

Prämenstruelles Syndrom die richtige Behandlung

Diagnose des Prämenstruellen Syndroms durch einen Facharzt

Nicht immer sind die Symptome von PMS auch wirklich durch dieses Leiden verursacht, es gibt auch einige andere Erkrankungen, die ebenfalls in diesem Zyklus auftreten und ähnliche Beschwerden hervorrufen können. Deshalb sollte man in jedem Fall diese Krankheiten erst einmal ausschließen, ehe man mit einer Behandlung gegen PMS beginnen kann. Die Krankheiten, die in Frage kommen können sind:

  • Endometriose
  • Beschwerden vor den Wechseljahren
  • Schilddrüsenfehlfunktion
  • Psychiatrische Erkrankungen
  • Hyperaldosteronismus

Zudem muss man natürlich auch ausschließen können, dass es sich nur um einfache Menstruationsbeschwerden handelt, was manchmal nicht sehr einfach ist, insbesondere natürlich deshalb, weil die Symptome so vielseitig sind und sich bei verschiedenen Frauen oft ganz massiv unterscheiden. Wichtig ist bei der Diagnostik auch der Hormonspiegel im Blut, den man auf jeden Fall immer im Auge behalten sollte, um auf die Werte entsprechend reagieren zu können. Eine große Hilfe in der Diagnose kann ein PMS-Kalender sein, den die Patientin führen sollte, denn so kann die Art der Symptome und deren Schwere jeweils festgehalten werden und die Höhe der Medikamentendosen und anderer Behandlungen natürlich auch entsprechend angepasst werden.

Das macht eine optimale Behandlung möglich und sorgt für deutlich mehr Linderung, als bei einer Behandlung ohne den Kalender möglich wäre. Auch die Faktoren, durch die bestimmte Beschwerden ausgelöst und begünstigt werden kann man durch einen solchen Kalender oftmals sehr gut ermitteln und dann in Zukunft versuchen, sie zu vermeiden.

Therapeutische Maßnahmen bei PMS-Beschwerden

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die seelischen und körperlichen Beschwerden bei PMS zu lindern oder auch ganz zu kurieren. Vermeidet man zum Beispiel in den letzten Tagen vor dem Einsetzen der Regelblutung den Genuss von salzigem Essen, Schokolade, Alkohol und Koffein, dann kann man die Beschwerden teilweise deutlich lindern. Sport und Bewegung können außerdem helfen, dass Wassereinlagerungen entweder gar nicht erst entstehen oder aber schneller wieder verschwinden. Sport an der frischen Luft und in der Sonne kann außerdem dafür sorgen, dass die seelischen Symptome entweder weniger stark ausfallen oder sogar ganz ausbleiben, insbesondere gegen Aggressionen und Depressionen hilft dies in den meisten Fällen sehr gut.

Entspannungsübungen wie Yoga und ausreichend viel Schlaf sorgen ebenfalls sehr gut für eine Linderung der Beschwerden, sowohl der körperlichen als auch der seelischen. Natürlich gibt es neben diesen Möglichkeiten auch verschiedene Medikamente, die man anwenden kann um PMS zu lindern. Dabei sind vor allem Schmerzmittel üblich, die sowohl gegen Krämpfe als auch gegen Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen helfen können. Zudem werden oftmals Hormone verabreicht oder eine hormonelle Verhütung verwendet, da man durch diese ebenfalls in der Lage ist, die Symptome deutlich abzuschwächen. Zudem werden manchmal noch Mittel zur Wasserausschwemmung gegeben, um massive Wassereinlagerungen zu vermeiden.

Als letzte Methode, wenn alles andere nicht genug geholfen hat, greifen Ärzte oftmals auch zu einem Serotin-Wiederaufnahme-Hemmer, der sowohl gegen die körperlichen als auch gegen die seelischen Beschwerden sehr wirksam sein kann, allerdings kann es bei dieser Behandlung zu Nebenwirkungen kommen, weshalb man sie nicht sofort anwendet und auch nicht auf lange Sicht einsetzen kann. Natürliche Mittel, mit denen man es ebenfalls versuchen kann und die keine solchen Nebenwirkungen haben sind zum Beispiel:

  • Nachtkerzenöl
  • Mönchspfeffer
  • Johanniskraut
  • Traubensilberkerze
  • Yamswurzel

Eine Psychotherapie kann begleitend bei sehr starken Fällen von PMS sehr sinnvoll sein.

Quellen und weiterführende Verweise

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4menstruelles_Syndrom
  • https://www.frauenaerzte-im-netz.de/erkrankungen/praemenstruelles-syndrom-pms/

Bildnachweise:

  • https://www.pexels.com/de-de/foto/dammerung-fashion-liebe-frau-3808005/


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Autoren & Experten:
Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V.
Journalist: Horst K. Berghäuser
Heilpraktiker: Felix Teske

Literatur, Quellen und Verweise:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin
Thieme Verlag
Praktische Labordiagnostik - Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie
Grönemeyers Buch der Gesundheit
Hallesche Krankenversicherung

Update: Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 22.8.2020 statt.