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MCV-MCH

MCV Blutwert (Mittleres Zellvolumen der Erythrozyten)

MCV (Mittleres Zellvolumen der Erythrozyten, Normalwert: 81–96 fl (81–96 µm3) gibt Auskunft über die mittlere Größe eines einzigen roten Blutkörperchens und dient der Unterscheidung von Anämieformen.

Erhöhte Werte weisen hin auf Folsäure- und Vitamin-B12-Mangel, chronische Lebererkrankungen, chronischer Alkoholmissbrauch und starkes Rauchen.

Erniedrigte Werte deuten auf Eisenmangel, Infektionen, Tumore, Anämie durch chronischen Blutverlust oder Kupfermangel hin.

Berechnung der Erythrozyten-Indizies

 

MCV-MCH
Abkürzung Beschreibung Normalwerte
MCV durchschnittliches Volumen eines Erythrozyten Männer & Frauen: 81 – 96 fl

 

MCV zu hoch

Ein erhöhter MCV-Wert deutet auf einen Folsäure- oder einen Vitamin-B12-Mangel hin. Auch bestimmte Medikamente können zu abnorm großen roten Blutzellen führen. Eine weitere Ursache ist zum Beispiel ein Alkoholmissbrauch.

MCV zu niedrig

Meist ist ein Eisenmangel die Ursache für einen zu niedrigen MCV Wert. Ein weiterer Grund für einen erniedrigten MCV-Wert kann zum Beispiel eine Tumorerkrankung sein.

Erythrozytenindizes

MCV, MCH und MCHC sind Abkürzungen. Dahinter verbergen sich die Erythrozyten-Indizies. Diese dienen der Klassifizierung von Form und Größe der roten Blutkörperchen und werden beim kleinen Blutbild mitbestimmt. Zu ihrer Berechnung werden Hämoglobin- und Erythrozytengehalt sowie der Hämatokritwert herangezogen. Damit lassen sich Störungen der Blutbildung und Mangelerscheinungen erkennen sowie verschiedene Formen der Anämie unterscheiden.



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Wichtig: Die Referenzwerte (Normwerte oder Normalwerte) sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor stark unterscheiden. Weiterhin gibt es unter Umständen starke tageszeitliche und (saisonale) jahreszeitliche Schwankungen ohne Krankheitswert. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten zu erklären. Einzelne Laborwerte alleine sind zudem meistens nicht aussagekräftig. Oft müssen sie im Zusammenhang mit anderen Werten und im zeitlichen Verlauf beurteilt werden.

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Autoren & Experten:
Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V.
Journalist: Horst K. Berghäuser
Heilpraktiker: Felix Teske

Literatur, Quellen und Verweise:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin
Thieme Verlag
Praktische Labordiagnostik - Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie
Grönemeyers Buch der Gesundheit
Hallesche Krankenversicherung

Update: Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 33.9.2020 statt.