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MCHC-Berechnung

MCH (Hämoglobingehalt bestimmen) – Mittleres Korpuskuläres Hämoglobin

Der Hämoglobingehalt des Erythrozyten (MCH = mean corpuscular haemoglobin) errechnet sich aus der Formel: MCH = Hämoglobin (g/l) : Erythrozytenzahl (10E12/l). Bei normochromen Anämien wie hämolytischer und Blutungsanämie (erhöhte Retikulozytenwerte) sowie bei aplastischer und renaler Anämie (erniedrigte Retikulozytenwerte) ist der MCH-Wert normal. Es besteht eine lineare Beziehung zum MCV. Der MCH ist verändert bei mikro- und makrozytären Anämien und liefert gegenüber dem MCV in der Regel keine wesentlichen Zusatzinformationen.

Berechnung der Erythrozyten-Indizies

Erhöhte Werte weisen hin auf Vitamin-B12- oder Folsäuremangel, erniedrigte Werte auf Eisenmangel, Vitamin-B6-Mangel oder Kupfermangel.

Das MCH (mean corpuscular haemoglobin) gibt den durchschnittlichen Hämoglobin-Gehalt eines einzelnen Erythrozyten an. Statt MCH-Wert findet sich manchmal auch der Begriff HbE-Wert.

MCH Blutwert (HbE)

MCH (mean corpuscular haemoglobin) ist der mittlerer zelluläre Hämoglobingehalt. Der Normalwert: 27-34 pg (1,67-2,11 fmol/Zelle) gibt Auskunft über den mittleren Hämoglobingehalt eines einzigen roten Blutkörperchens und die Fließbarkeit des Blutes. Der mittlere zelluläre Hämoglobingehalt dient der Unterscheidung von verschiedenen Anämieformen.

Das sind die MCH Normalwerte

Abk. BeschreibungNormalwerte
MCHHämoglobinmenge pro ErythrozytMänner: 27 – 34 pg (1,67-2,11 fmol/Zelle)
Frauen: 27 – 34 pg (1,67-2,11 fmol/Zelle)

MCV, MCH und MCHC sind Abkürzungen. Dahinter verbergen sich die Erythrozyten-Indizies. Diese dienen der Klassifizierung von Form und Größe der roten Blutkörperchen und werden beim kleinen Blutbild mitbestimmt. Zu ihrer Berechnung werden Hämoglobin- und Erythrozytengehalt sowie der Hämatokritwert herangezogen. Damit lassen sich Störungen der Blutbildung und Mangelerscheinungen erkennen sowie verschiedene Formen der Anämie unterscheiden.

Zu niedriger MCH-Wert

Zu niedrige MCH-Werte können auf Blutarmut (Anämie) durch Kupfer- oder Vitamin-B6-Mangel hindeuten.

Zu hoher MCH-Wert
Zu hohe MCH-Werte können auf Blutarmut (Anämie) durch Folsäure- oder Vitamin-B12-Mangel, oder einen Abbau von roten Blutkörperchen (Hämolyse) hindeuten.

Erythrozyten-Indizies

 MCHMCV
hypochrome Anämie oft mikrozytär
monochrome Anämie28 - 32 pg*meist normozytär
hyperchrome Anämie> 32 pg* meist makrozytär
*pg: Picogramm = 10¯12g
Zur Beurteilung einer Anämie werden Zellgröße und Farbstoffgehalt herangezogen und die Anämie somit beschreibend wie folgt charakterisiert: Berechnung-MCV-MCH



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Autoren & Experten:
Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V.
Journalist: Horst K. Berghäuser
Heilpraktiker: Felix Teske

Literatur, Quellen und Verweise:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin
Thieme Verlag
Praktische Labordiagnostik - Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie
Grönemeyers Buch der Gesundheit
Hallesche Krankenversicherung

Update: Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 28.10.2020 statt.