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Die richtige Behandlung bei Zahnfleischerkrankungen

Zahnfleischerkrankungen: Behandlung & Vorsorge

Wir haben diesen Beitrag im laufenden Monat überprüft und die Beschreibungen teilweise aktualisiert.
Unsere Empfehlungen sind nach wie vor auf dem neuesten Stand. Letztes Updated am 8. September 2020


ICD-Codes:K06Was ist der ICD-Code?


Zahnfleischerkrankungen behandeln

Das Zahnfleisch erfüllt einen wichtigen Zweck: es bedeckt den Kieferknochen und schützt die Zähne, sorgt für eine sicheren Stand. Nimmt das Zahnfleisch jedoch Schaden, zieht es sich mit der Zeit von den Zähnen zurück, legt die Zahnhälse oder gar Wurzel frei, was dazu führt, dass sich der einzelne Zahn lockert. Während kleinere Verletzungen des Zahnfleisches in der Regel nicht zu einer dauerhaften Schädigung führen, können immerwährende Entzündungen oder sich unterhalb des Zahnfleischrandes bildende Taschen zu erheblichen Beeinträchtigungen führen.

Es gibt Menschengruppen die Träger eines bestimmten Gens sind und trotzt der sorgfältigen Zahnpflege sogar bereits im jungen Alter die ersten Anzeichen einer Parodontose entwickeln.
Auch hormonelle Umstellungen wie Schwangerschaft, Insulinpflichtige Diabetes-Patienten oder Patienten, die bestimmte Medikamente z.B gegen Epilepsie, Herzerkrankungen oder Immunsupressiva nach Organtransplantationen einnehmen weisen sehr oft Zahnfleischerkrankungen auf.

Auf einen Blick: Das Wichtigste in Kürze

Zahnfleischerkrankungen treten sehr häufig durch Entzündungen auf.
Einige Menschen leiden unter verschiedenen Krankheiten, die Zahnfleischerkrankungen fördern.
Die regelmäßige Kontrolle durch den Zahnarzt, das professionelle Entfernen von Zahnstein und eine gute Mundhygiene bilden die Grundpfeiler der Prävention. .

Zahnfleischerkrankungen im Überblick

Die häufigste Zahnfleischerkrankung ist die Zahnfleischentzündung. Sie tritt in zwei Varianten auf: Der Gingivitis und der Parodontitis. Zwar wird die sich bildende Entzündung in beiden Fällen von Bakterien hervorgerufen, doch unterscheiden sich die Ausprägungen der Zahnfleischerkrankungen deutlich voneinander.

Gingivitis

Diese Entzündungsform beschreibt ein Frühstadium der Zahnfleischentzündung und kann unbehandelt zur Parodontitis führen. Die in der Plaque enthaltenen Bakterien legen sich auf die Zähne und bilden nach und nach Toxine auf, die auf das Zahnfleisch übergehen. Betroffene leiden an häufigem Zahnfleischbluten, das beispielsweise beim Zähneputzen auftritt. Schmerzhaft ist die Entzündung zu Beginn nicht, allerdings verdickt sich das Zahnfleisch oftmals, was wiederum als unangenehm empfunden wird. Zu Beginn der Entzündung kann der Zahnarzt den entstandenen Schaden zumeist restlos beseitigen und Folgeschädigungen verhindern. Aber auch Patienten selbst haben Möglichkeiten zu verhindern, dass sich eine Zahnfleischentzündung bildet. Eine gründliche Zahnpflege, das sorgfältige Entfernen von Plaque und die ausreichende Reinigung der Zahnzwischenräume stellen die Grundlage dar, damit sich die Entzündung nicht bildet.

Zudem spielt die Putztechnik eine tragende Rolle. Ein zu starker Druck auf den Zahn führt zu Verletzungen des Zahnfleisches.

Parodontitis ist eine Zahnfleischerkrankung

Diese Erkrankung bezeichnet das fortgeschrittene Stadium einer ehemals reversiblen Zahnfleischentzündung. Die Bakterien konnten tief in das Gewebe eindringen, es schädigen und teils bereits den Kieferknochen erreichen. Jeder Zahn ist von den sogenannten Wurzeltaschen umgeben, in die bei der Parodontitis-Bakterien eindringen und sich weiter verbreiten. Da die Zahnfleischtasche von außen nicht erreichbar ist und keine Luft eindringt, finden Bakterien einen idealen Lebensraum, um sich markant zu vermehren. Die Parodontosebehandlung ist langwierig und kann ausschließlich von einem Zahnarzt durchgeführt werden. Wird die tief sitzende Entzündung nicht erkannt, führt sie automatisch zum Zahnverlust, da die Bakterien den Kieferknochen angreifen, was zum Ausfall der Zähne führt.

Die möglichen Ursachen von Zahnfleischerkrankungen

Die Behandlung der Zahnfleischentzündung

Um die Zahnfleischentzündung einzugrenzen und ein Ausbreiten zu verhindern, müssen die Bakterien restlos entfernt werden. Hierzu werden die Zahnfleischtaschen regelmäßig gereinigt und mittels Röntgenaufnahmen und klinischen Befundes die vorhandenen Schäden überprüft. Ist die Entzündung so weit fortgeschritten, dass sich eine Wurzelentzündung gebildet hat, schließt die Behandlung die Wurzelkanalbehandlung mit ein.

Vorbeugende Maßnahmen

Die regelmäßige Kontrolle durch den Zahnarzt, das professionelle Entfernen von Zahnstein und eine gute Mundhygiene bilden die Grundpfeiler der Prävention. Gerade bei bereits aufgetretenen Entzündungen oder sich bildenden Zahntaschen empfiehlt es sich, zumindest einmal jährlich eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen und Parodontosebehandlung auch schonend mittels Laser beim Vorliegen der Parodontitiserkrankung vornehmen.

Quellen und weiterführende Verweise

  • https://www.deutsche-familienversicherung.de/zahnversicherungen/zahnzusatzversicherung/ratgeber/artikel/parodontose-was-wirklich-hilft/
  • https://www.apotheken-umschau.de/Parodontitis

Bildnachweise:

  • https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-madchen-verwischen-professionell-3881449/
  • https://www.pexels.com/de-de/foto/arbeit-arbeitsplatz-arzt-ausrustung-305568/


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Autoren & Experten:
Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V.
Journalist: Horst K. Berghäuser
Heilpraktiker: Felix Teske

Literatur, Quellen und Verweise:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin
Thieme Verlag
Praktische Labordiagnostik - Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie
Grönemeyers Buch der Gesundheit
Hallesche Krankenversicherung

Update: Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 4.7.2021 statt.