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Die richtige Behandlung bei einer Pulpitis

Pulpitis: Gefährliche Entzündung des Zahnmarks

Wir haben diesen Beitrag im laufenden Monat überprüft und die Beschreibungen teilweise aktualisiert.
Unsere Empfehlungen sind nach wie vor auf dem neuesten Stand. Letztes Updated am 9. September 2020


ICD-Codes:K04Was ist der ICD-Code?


Pulpitis ist eine Entzündung des Zahnmarks

Harte Schale, weicher Kern: Hier kann die Pulpitis entstehen

Ihre Zähne sind außen fest, besitzen allerdings auch weiches Gewebe. Dieser Zahnbestandteil befindet sich im Inneren der „Pulpahöhle“, ist also der buchstäblich „weiche Kern“ Ihres Zahnes.

Auf einen Blick: Das Wichtigste in Kürze

Pulpitis macht sich durch Druck im Zahn und eine Entzündung bemerkbar.
Durch eine frühe und ordentliche Behandlung kann die Pulpitis zu 100% entfernt werden.
Durch eine gute Zahnprophylaxe und regelmäßigen Zahnarztbesuchen kannst du viele Zahnerkrankungen umgehen.

Schmerzhaft, aber gut heilbar: Die innere Zahnerkrankung Pulpitis

Von dort füllt das Gewebe ebenfalls die Wurzelkanäle aus. Infiziert sich diese Pulpa, empfinden Sie Druck und Schmerz. Vielleicht haben Sie schon einmal Ihren Zahnarzt ratlos gesehen, wenn Sie ihn wegen leichter Schmerzen an einem Zahn aufsuchten?

Findet der behandelnde Arzt den betroffenen Zahn nicht, ist Ihre Schmerzepisode möglicherweise schon etwas dauerhafter. Ständig erhöhter Druck kann zu einer Abnahme des tatsächlichen Empfindens führen. Deshalb lautet unser Rat: Suchen Sie auch bei leichtem Zahnweh Ihren Zahnarzt auf. Er kann das Frühstadium der Pulpitis ohne Zahnverlust behandeln.

Ursachen und Symptome der Pulpitis

Der Zahnaufbau für eine bessere SichtMilchzähne und bleibende Zähne sind in ähnlicher Struktur aufgebaut. Deshalb ist eine Infektion Ihres weichen Gewebes in jedem Lebensabschnitt möglich. Karies greift den Zahnschmelz an, Bakterien dringen in die Pulpa ein, entzünden diese und verursachen den schmerzhaften Druck. Mögliche Ursachen sind auch unerkannte Zahnverletzungen oder zahnärztliche Behandlungen, zum Beispiel das Aufsetzen von Kronen.

Suchen Sie sofort Ihren Zahnarzt auf, wenn ein Zahn „sich meldet“. Im Frühstadium kann er der Entzündung entgegenwirken. Die schnelle Behandlung der äußeren Ursachen verhindert Symptome der Pulpitis, die möglicherweise zum Zahnverlust führen. Falls Sie aus Angst den Gang zur Behandlung scheuen, fragen Sie Ihren Zahnarzt doch nach einer Angsttherapie! Der kurzfristige Aufwand erspart Ihrer Zahngesundheit langfristig Nachteile und Ihnen unter Umständen viel Geld für Zahnersatz.

Pulpitis früh behandeln

Eine Kariesbehandlung verläuft bei schnellem Eingreifen schmerzfrei oder zumindest erträglich. Ihr Zahnarzt wird Ihnen vielleicht Schmerzmittel mit nach Hause geben. Diese mildern die Symptome der behandelten Pulpitis ab und lindern zugleich die Entzündung. Dies unterstützt den Behandlungserfolg. Lassen Sie bei einer professionellen Zahnreinigung Ihre Zähne wieder glänzen. Auch hierbei entfernen Sie Bakterien und deren Nährboden, der möglicherweise die Pulpitis verursacht.

Erhöhtes Druckempfinden

Sind das Druckempfinden und die Entzündung schon fortgeschritten, hilft eine Behandlung Ihrer Wurzelkanäle, die Pulpitis zu beseitigen. Die weit verbreitete Angst, ein hitze- oder druckempfindlicher Zahn sei „auf jeden Fall ein verlorener Zahn“, stimmt beim heutigen Stand der Zahnmedizin nicht mehr. Gründliche Mundhygiene und die Hilfe Ihres Zahnarztes heilen eine Pulpitis bei rechtzeitigem Eingreifen vollständig.


Lassen Sie es erst gar nicht zur Pulpitis kommen

Beugen Sie vor, so gut es mit täglicher Mundhygiene möglich ist. Lehren Sie Ihre Kinder bereits früh, sich dreimal am Tag die Zähne zu putzen. Besuchen Sie regelmäßig Ihren Zahnarzt für eine Kontrolluntersuchung und sagen Sie ihm auch bei leichten Schmerzen, wo ein Erkrankungsherd sitzen könnte. Eine schöne Erfindung für gründliches Zähneputzen ist die elektrische Zahnbürste. Sie erreicht besonders viele Stellen Ihrer Zähne. Bakterien finden hier keinen Nährboden.

Zahnseide entfernt Speisereste auch aus Ihren Zahnzwischenräumen. Natürlich werden auch all die Mundspülungen und Mundwasser angepriesen. Sie schmecken gut und machen einen frischen Atem. Zur dauerhaften Vorbeugung gegen Pulpitis sind sie jedoch nicht geeignet, denn selbst hochwertige Produkte wirken höchstens eine halbe Stunde lang antibakteriell.

Quellen und weiterführende Verweise

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Pulpitis
  • https://www.dak.de/dak/gesundheit/pulpitis-das-sollten-sie-wissen-2072838.html#/

Bildnachweise:

  • © bilderzwerg – fotolia.com #40086613
  • https://unsplash.com/photos/Dqrlp6cMLkE


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Autoren & Experten:
Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V.
Journalist: Horst K. Berghäuser
Heilpraktiker: Felix Teske

Literatur, Quellen und Verweise:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin
Thieme Verlag
Praktische Labordiagnostik - Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie
Grönemeyers Buch der Gesundheit
Hallesche Krankenversicherung

Update: Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 14.3.2021 statt.