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Die Ursachen von Gingivitis

Gingivitis: Eine ernstzunehmende Erkrankung im Mundraum

Wir haben diesen Beitrag im laufenden Monat überprüft und die Beschreibungen teilweise aktualisiert.
Unsere Empfehlungen sind nach wie vor auf dem neuesten Stand. Letztes Updated am 8. September 2020


ICD-Codes: – K05 – Was ist der ICD-Code?


Gingivitis: entzündlicher Erkrankungen des Mundraumes

Gründliche Mundhygiene entfernt Speisereste und Bakterien von Zähnen und Zahnfleisch. Sehr häufig führt mangelhafte Aufmerksamkeit dazu, dass sich das Zahnfleisch entzündet.

Auf einen Blick: Das Wichtigste in Kürze

Beim Essen oder Zähneputzen entstehen häufig Blutungen.
Sobald die Gingivitis länger als 7 Tage andauert, solltest du Hilfe bei einen Zahnarzt suchen.
Zahnfleischerkrankungen dürfen nie auf die leichte Schulter genommen werden, weil schwere Folgeschäden entstehen können.

Gingivitis, der Beginn entzündlicher Erkrankungen des Mundraumes

Die entzündliche Veränderung Gingivitis wird von Bakterien verursacht und tut zunächst nicht weh – deshalb bemerken viele Menschen nicht, dass Sie unter dieser Zahnfleischentzündung leiden. Kommt es beim berühmten Biss in den Apfel oder während des Zähneputzens gelegentlich zu Zahnfleischbluten, ist dies das sichere Symptom, dass sich eine Gingivitis entwickelt.

Die Sofortmaßnahme beim ersten Anzeichen der Gingivitis ist die Verstärkung der Mundhygiene. Auch sollte ein Besuch beim Zahnarzt zwischen den normalen Kontrollterminen schnell erfolgen, denn bleibt die Gingivitis unbehandelt, kann daraus eine Parodontitis entstehen. In deren Verlauf entstehen schwere Entzündungen des Zahnfleischs – Zahnverlust und Veränderungen des Zahnhalteapparates sind die häufige Folge, wenn der Gingivitis nicht bereits im Anfangsstadium begegnet wird.

Vorsorge vor gingivitis durch einen Zahnarzt

 

So entsteht die Gingivitis

Zahnbelag lagert sich an den Zähnen und Zahnhälsen ab, wenn diese nicht gründlich gepflegt werden. In der Plaque (medizinische Bezeichnung für Zahnbelag) fördert das bakterielle Milieu die Ausbreitung von Bakterien, die sich von Speiseresten ernähren. Während ihrer „Arbeit“ geben sie Giftstoffe an die Zahnoberfläche, das Zahnfleisch und die Mundschleimhäute ab – als Reaktion darauf entzündet sich der betroffene Bereich. Ganz zu Beginn dieses Prozesses kann Plaque wirksam weggeputzt werden.

Geschieht dies nicht, entsteht bald Zahnstein und bietet den ursächlichen Bakterien einen festen Lebensraum, den Zähneputzen allein nicht mehr entfernen kann. Für die Wahrscheinlichkeit, eine Plaque und später Zahnstein zu entwickeln, gibt es mehrere Risikofaktoren. Mundatmer, Menschen mit wenig Speichel, Raucher oder Schwangere entwickeln sehr schnell eine Gingivitis. Ebenso wirken sich Stress oder bestimmte, für die Zähne ungünstige Ernährungsgewohnheiten förderlich auf die Zahnfleischentzündung aus.

Medizinische Risikofaktoren

Chronische Erkrankungen, hier vor allem die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus oder regelmäßige Medikamenteneinnahme in Verbindung mit einem geschwächten Immunsystem sind weitere Faktoren, die eine Gingivitis begünstigen. Sofern die Mundhygiene gründlich durchgeführt wurde und die anderen genannten Risikofaktoren ausscheiden, ist beim Auftreten der ersten Symptome eine gründliche Untersuchung beim Facharzt wichtig. Dies unterstützt nicht nur die wirksame Heilung der Gingivitis, sondern kann – sofern noch unbekannt – Sekundärerkrankungen erkennen und behandeln.

Mögliche Ursachen

Wer als Ursache verstärkten Stress vermutet, tut buchstäblich „Leib und Seele“ etwas Gutes mit entspannenden Übungen und einem geregelten Tagesablauf. Bewusst zahngesunde Ernährung und eine regelmäßige, professionelle Zahnreinigung verhindern den Verlauf der Gingivitis und schließlich die Ausbildung der Parodontitis. Das A und O ist die nötige Aufmerksamkeit für Veränderungen und die Bereitschaft, den Zähnen zuliebe auf gründliche Mundhygiene zu achten.


Persönliche Möglichkeiten,  einer Gingivitis vorzubeugen

Viel trinken regt den Speichelfluss an. Dadurch bekommen die schädlichen Bakterien keine Chance, überhaupt am Zahn zu haften. Zu festes Putzen schadet bei begonnener Gingivitis eher, weil dadurch die Entzündung noch verstärkt wird. Geeignet sind Zahnbürsten mit abgerundeten Bürsten und eine Zahnputztechnik über wenigstens drei Minuten. Zahngesunde Ernährung beinhaltet den Grundsatz, zwar die Zähne nach jeder Mahlzeit zu putzen, aber frühestens eine halbe Stunde danach, denn aggressive Speisereste würden ansonsten direkt nach dem Essen auf den Zahn gerieben statt von diesem entfernt.

Regelmäßigkeit beinhaltet zur gründlichen Mundhygiene auch zweimal jährlich den Kontrollgang zum Zahnarzt. Bei einer professionellen Zahnreinigung entfernt der Zahnarzt, was beim Zähneputzen eventuell zurückblieb, einschließlich der Plaque. Darüber hinaus sind Zahnseide und Interdentalbürsten (für die Zahnzwischenräume) die richtige Ergänzung gegen die entzündlichen Ursachen der Gingivitis. 

Quellen und weiterführende Verweise

  • https://completdent.de/ratgeber/zahnerkrangungen/gingivitis
  • https://www.parodontax.de/neuheiten/gingivitis-symptome/

Bildnachweise:

  • https://unsplash.com/photos/Dqrlp6cMLkE
  • https://unsplash.com/photos/RvIZBonAp64

 



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Autoren & Experten:
Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V.
Journalist: Horst K. Berghäuser
Heilpraktiker: Felix Teske

Literatur, Quellen und Verweise:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin
Thieme Verlag
Praktische Labordiagnostik - Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie
Grönemeyers Buch der Gesundheit
Hallesche Krankenversicherung

Update: Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 4.7.2021 statt.