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Erythrozyten rote Blutkörperchen

Fette (Lipide)

Fette-Lipide

Fette-Lipide

Fette sind lebenswichtig für unsere 70 Billionen Körperzellen. Sie bilden deren Außenhaut (Zellmembran) und schützen sie gegen Beschädigungen und Angriffe zerstörerischer Moleküle wie zum Beispiel freier Radikale, machen sie geschmeidig und sind darüber hinaus Ausgangssubstanz oder Bestandteil wichtiger Verdauungsstoffe (Gallensäuren), des Vitamins D sowie vieler Hormone (etwa der Sexualhormone und des Stresshormons Kortisol). Fette sind unterschiedliche chemische Verbindungen, zu denen sowohl einfache Lipide wie Triglyceride, Cholesterin und Cholesterin-Fettsäure-Verbindungen als auch komplexe Lipide wie zum Beispiel Phos- phatide gehören. Blut ist wässrig; daher sind Fette darin so gut wie unlöslich. Zu viel Fett im Blut beeinträchtigt dessen Fließfähigkeit. Deshalb werden im Dünndarm und in der Leber Lipide mit wasserlöslichen Eiweißen umhüllt. Es entstehen Fett-Eiweiß-Verbindungen (Lipoproteine), die bis zu mehrere Tausend Fettmoleküle enthalten können.

Im Labor werden folgende Fettverbindungen im Blut bestimmt:

  • Triglyceride: Fettsäuren, die aus einem Glycerinanteil mit drei gebundenen Fettsäuren bestehen, auch Neutralfette genannt.
  • Gesamtcholesterin: Das gesamte in den verschiedenen Lipoproteinen (= Fett-Eiweiße) in freier und gebundener Form vorkommende Cholesterin.
  • HDL-Cholesterin: Das in High-Density- Lipoproteinen mit hoher Dichte verpackte Cholesterin, das sogenannte »gute« Cholesterin, das Blutgefäße von Fettablagerungen freiputzen kann.
  • LDL-Cholesterin: Das in Low-Density-Lipoproteinen mit niedriger Dichte transportierte Cholesterin. Es transportiert Cholesterin zu den Körperzellen und gilt als »schlechtes« Cholesterin, da es das Cholesterin auch leicht in geschädigte Blutgefäße abgeben kann.
  • VLDL-Cholesterin: Das in den Very-Low- Density-Lipoproteinen mit sehr niedriger Dichte und hohem Fettanteil transportierte Cholesterin. Diese Variante gefährdet ebenfalls die Blutgefäßwände.
  • Lipoprotein(a): Bei Verdacht auf Fettstoff- wechselstörungen wird der Arzt darüber hinaus auch diese Fett-Eiweiß-Verbindung untersuchen. Sie gilt als Risikofaktor für Thrombosen und Herzinfarkt und ist mit den LDL-Lipoproteinen verwandt. Weitere Untersuchungen wie die Bestimmung des Apolipoproteins Aj und auch molekulargenetische Analysen können zur Abklärung schwerer oder seltener Krankheitsbilder beitragen.
Fette-Lipide

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Wichtig: Die Referenzwerte (Normwerte oder Normalwerte) sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor stark unterscheiden. Weiterhin gibt es unter Umständen starke tageszeitliche und (saisonale) jahreszeitliche Schwankungen ohne Krankheitswert. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten zu erklären. Einzelne Laborwerte alleine sind zudem meistens nicht aussagekräftig. Oft müssen sie im Zusammenhang mit anderen Werten und im zeitlichen Verlauf beurteilt werden.

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Autoren & Experten:
Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. med. Hermann Eichstädt, Berlin. Facharzt Innere Medizin & Kardiologie, Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Geschäftsführender Vorstand der Berlin- brandenburgischen Gesellschaft für Herz- und Kreislauferkrankungen e.V.
Journalist: Horst K. Berghäuser
Heilpraktiker: Felix Teske

Literatur, Quellen und Verweise:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin
Thieme Verlag
Praktische Labordiagnostik - Lehrbuch zur Laboratoriumsmedizin, klinischen Chemie und Hämatologie
Grönemeyers Buch der Gesundheit
Hallesche Krankenversicherung

Update: Letzte Änderungen auf dieser Seite fanden am 8.11.2020 statt.